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Offene Türen für weniger Barrieren

Den Aufenthalt im Montforthaus für Menschen mit besonderen Bedürfnissen so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten, ist der Stadt Feldkirch ein wichtiges Anliegen. Auf Anregung einer betroffenen Besucherin konnten weitere Hindernisse beseitigt werden.

Bei aller vorausschauenden Planung: Was für Menschen mit Behinderung alles eine Barriere sein kann, zeigt sich selbst bei auf Barrierefreiheit bedachten Neubauten oft erst im laufenden Betrieb. Umso wichtiger ist es für einen Veranstaltungsort wie das Montforthaus, ein Auge offen zu halten, potentielle Hindernisse zu erkennen und diese zügig zu beseitigen.

ZUGÄNGE WEITER VERBESSERN

Wer wie das Montforthaus auf Gäste zählen kann, die einen dabei unterstützen, ist in einer glücklichen Lage. Gäste wie Brigitta Keckeis zum Beispiel. Die Feldkircherin besucht regelmäßig Veranstaltungen im Montforthaus und kennt, da sie im Rollstuhl sitzt, selbst die kleinsten Hindernisse im Haus.

Montforthaus öffne dich: Seit Mai 2018 verfügt auch die Tiefgarage über automatische Türen.

Der fast verhinderte Besuch eines Konzerts – Frau Keckeis war aufgrund einer sich nicht selbst öffnenden Tür nicht in der Lage, ohne Hilfe von der Tiefgarage zum Großen Saal zu gelangen – bildete für das Montforthaus den Anlass, die Zugänge weiter zu verbessern.

Gemeinsam mit Frau Keckeis inspizierten die Technikabteilung des Montforthauses  und die Verantwortlichen bei der Stadt Feldkirch die noch bestehenden Hürden. Damit dem Besuch von Veranstaltungen keine Hindernisse mehr im Weg stehen, wurden die Eingangstüren in der Tiefgarage mit einem Öffnungssystem ausgestattet und im gleichen Zuge auch die Aufgangstür zum Leonhardsplatz automatisiert. So steht neben dem Ausgang zum Gymnasiumhof ein weiterer barrierefreier Ausgang zur Verfügung, wenn das Montforthaus geschlossen ist.

Als weitere Maßnahme wurde beim Ausgang zur Altstadt ein kleiner Absatz im Pflastersteinbelag entfernt, der zwar minimal war, für einen Rollstuhlfahrer jedoch ein Hindernis dargestellt hatte. Positiv überrascht zeigt sich Brigitta Keckeis vom Tempo der Umsetzung: »Ein Dankeschön an alle Beteiligten. Dass mein Konzertbesuch mit Hindernis in so kurzer Zeit einen solchen Stein ins Rollen bringt, hätte ich nicht gedacht.«

mobiler rollstuhllift zur bühne

In mehr Barrierefreiheit hat die Stadt Feldkirch auch in den Obergeschossen des Montforthauses investiert. So gibt es nun vor den Seminarräumen und vor dem Restaurant magnetische Türstopper für zwei Brandschutztüren. Diese halten die Türen offen und schließen sie im Brandfall automatisch. Zudem verfügt das Montforthaus seit kurzem über einen mobilen Rollstuhllift, der es Rollstuhlfahrern, aber auch Familien mit Kinderwagen ermöglicht, bei Messen und anderen Events problemlos auf die Bühne zu gelangen.