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    Symphonieorchester Vorarlberg | Konzert 6

    27.05.2022

    06:46

    Programm
    Wolfgang Amadeus Mozart
    Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll KV 491

    Anton Bruckner
    Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

    Künstler
    Leo McFall
    Dirigent

    Christopher Park
    Klavier

    1786 stand Wolfgang Amadeus Mozart am Höhepunkt seiner Popularität, alle rissen sich um ihn, seine Werke, seine Auftritte. Er arbeitete an Figaros Hochzeit, unterrichtete, trat als Pianist und Dirigent auf und komponierte fast nebenbei noch weitere Werke, darunter sein Klavierkonzert in c-Moll. Nicht nur die Moll-Tonart stellte in Mozarts Schaffen eine Ausnahme dar, auch die Orchesterbesetzung, war sie doch die größte, mit der Mozart ein Konzert je besetzte: Zu den Streichern gesellen sich Flöte, je zwei Oboen, Klarinetten, Fagotte, Hörner, Trompeten und Pauke. Diese dürfen jedoch nicht jubilieren und all ihre Strahlkraft versprühen, sondern lassen eine dichte und düstere Stimmung entstehen.

    Anton Bruckner rückte die Symphonie ins Zentrum seines Schaffens. Seine Neunte, »dem lieben Gott« gewidmet, blieb unvollendet. 1896 starb Bruckner über der Arbeit am vierten Satz – zahlreiche Skizzen und Entwürfe zeugen davon, dass er, schon krank und geschwächt, das Werk zu Ende bringen wollte. Er selbst dürfte dann die Anweisung gegeben haben, es solle anstelle des unfertigen Finales sein Te Deum erklingen. Der Kompositionsprozess zog sich über zehn Jahre, immer wieder unterbrochen durch Umarbeitungen anderer Werke (Anlass dieser weiteren Überarbeitungswelle – bekanntlich nicht Bruckners erste – war wohl die Zurückweisung seiner Achten durch den Dirigenten Hermann Levi). Mit dem Te Deum als Finale erklang die 9. Symphonie erstmals am 11. Februar 1903 in Wien unter Ferdinand Löwe, allerdings in einer von Löwe stark veränderten Fassung. Erst 1932 fand die Uraufführung des Bruckner-Originals – die heute üblicherweise gespielte Fassung – in München statt.

    27.05.2022

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