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Die mutigste Region Europas?

Visionen und Perspektiven für die Zukunft unserer Region stehen im Mittelpunkt der Bewerbung „Outburst of Courage“ für die europäische Kulturhauptstadt 2024. Im November, kurz vor Bekanntgabe der Entscheidung, ist die Jury in Feldkirch zu Besuch.

Bedrohte Umwelt, stagnierende Wirtschaft oder die von autokratischen Kräften angegriffene Demokratie: Wir leben scheinbar in einer Zeit der permanenten Krise.

Was die Antwort auf diese Krise sein muss, bringt die Bewerbung „Dornbirn plus Feldkirch, Hohenems, Bregenzerwald“ für die Kulturhauptstadt 2024 mit dem Slogan „outburst of courage“ auf den Punkt. Europa hat einen „Mutausbruch“ nötiger denn je. Wir brauchen Mut, über Grenzen zu gehen, Mut, Gesellschaft(en) einzubinden, Mut, Missstände und Versäumnisse zu besprechen, Mut, Mentalitäten zu hinterfragen und den Mut, unser Zusammenleben aktiv zu gestalten.

Mit und für die Region

Die Gesellschaft aktiv zu gestalten, Komfortzonen zu verlassen, aufzurütteln und zu aktivieren: Das sind die Ziele, deren Verwirklichung auch die Stadtkultur Feldkirch mit ihrer Arbeit anstrebt – unter anderem bei den Montforter Zwischentönen. Diese waren von Beginn an kein Festival, das nur international erfolgreiche Produktionen in die Stadt bringt, sondern ein Festival, das bewusst mit der und für die Region arbeitet. Davon zeugen nicht nur die Kooperationen mit regionalen Kunst- und Kulturschaffenden wie dem Symphonieorchester Vorarlberg (SOV), dem Vorarlberger Landeskonservatorium, dem Kammerchor Feldkirch oder dem Ensemble Concerto Stella Matutina, sondern auch die Formate, die sich explizit mit Fragen beschäftigen, die die Region betreffen.

Vision Rheinstadt

In bester Erinnerung wird vielen noch die „Vision Rheinstadt“ sein. Im Sommer 2017 diskutierten Bürgermeister als Anwälte und Stadtplanerinnen als Sachverständige bei den Montforter Zwischentönen die besten Argumente und wägten in Form eines Gerichtverfahrens pro und kontra für eine Auflösung aller Vorarlberger Rheintalgemeinden und die Gründung einer neuen, gemeinsamen Stadt ab. Das Urteil des Publikums war eindeutig: auflösen und neu gründen.

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Gemeinsam in die Tasten greifen

Etwas weniger politisch, aber sicher ebenso spannend wird das Orgellduell bei den kommenden Montforter Zwischentönen zum Thema „warten“. Die Meisterorganisten László Fassang und Martin Sturm stellen sich am 22. November in Dornbirn und am 23. November in Feldkirch den Aufgaben des Musikwissenschafters Bernhard Schrammek. Annekatrin Hentschel vom Bayerischen Rundfunk kommentiert die Abende, das Publikum kürt den Sieger.

Das Orgelduell ist eine Kooperation der Montforter Zwischentöne mit dem »Internationalen Festival für Symphonische Orgelkunst Dornbirn«. Wir freuen uns, damit einen weiteren Beitrag zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit zu leisten.

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Bewerbung auf der Zielgeraden

Diesen Herbst geht die Ausschreibung zur europäischen Kulturhauptstadt 2024 ins Finale. Am 13. Oktober mussten die Bewerbungsunterlagen für die finale Entscheidung abgegeben werden. Anfang November ist die 12-köpfige internationale Jury in Feldkirch zu Besuch, am 12. November fällt die Entscheidung.

Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg auf der Zielgeraden der Bewerbung.

Seid guten Mutes, wir sind es auch!

Apropos Mut machen – auf der Website der Bewerbung gibt es Mut zum Mitnehmen: Courage to go (PDF)

www.dornbirnplus.eu

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