Es werde Licht...

Montforthaus und Schattenburg sind Vorzeigeprojekte für Lichtdesign.

 

Dass Feldkirch mit Licht besonders umzugehen weiß, ist nicht nur bei der Schattenburg seit kurzem weithin sichtbar: Das Montforthaus wurde 2017 für sein innovatives Lichtkonzept mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis ausgezeichnet.

Nächtlichen Raum neu wahrnehmen
Die Feldkircher Lichtkünstlerin Sigrun Appelt hat sich in den letzten Monaten intensiv mit der Schattenburg und der Stadt auseinandergesetzt und ein neuartiges Lichtkonzept geschaffen, welches nicht nur energieeffizient ist, sondern Strukturen und Räume des Feldkircher Wahrzeichens sichtbar macht. „Mit den neuen Lichtsystemen und LED-Leuchtmitteln ist es möglich, akzentuierter zu arbeiten. Es wurden Licht-Schattenverläufe eingearbeitet, die die Burg in ihrer Dreidimensionalität präsentieren. Dadurch wirkt das Bauwerk haptischer“, erklärt Appelt. Obwohl mehr Scheinwerfer verbaut wurden, kommt das neue Lichtkonzept mit einem Zehntel des Energieaufwandes aus.

Ein Wahrzeichen der Stadt Feldkirch: Durch das neue „Slow Light“-Konzept erhält die Schattenburg eine neue Wirkung.


Architektur unterstützendes Beleuchtungskonzept
Die einzigartige transparente Architektur des Montforthauses in perfektes Licht zu tauchen, war Aufgabe des Lichtplanungsbüros „Light Design Engineering Belzner Holmes“. Dieses Architektur- und Bühnenlichtkonzept wurde 2017 mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Zumtobel wurde eine LED-Sonderlösung entwickelt, welche eine Neuheit in der Architekturbeleuchtung darstellt und weltweit einzigartig ist. Die Besonderheit der neuen Leuchte ist, dass sie bei Farbtemperaturen zwischen 2700K und 5000K stufenlos von 100 auf 0 Prozent gedimmt werden kann und dabei auch noch besonders energieeffizient ist.

 

Nachts wird das Montforthaus Feldkirch zur Lichtquelle und beleuchtet die umliegenden Plätze. Foto: Friedrich Böhringer

Alle Auszeichnungen des Montforthauses hier nachlesen.

Lichtkonzept für das Landeskonservatorium
Dass wir nicht nur in unseren Häusern Lichtkonzepte stimmig umsetzen können, konnten die Besucher des Jubiläumsabends „40 Jahre Vorarlberger Landeskonservatorium“ Anfang des Jahres im Rahmen der Montforter Zwischentöne erleben. Das Lichttechnik-Team setzte bei diesem Konzertabend das gesamte Landeskonservatorium in Szene: Zwei Stiegenhäuser über fünf Stockwerke, lange Schulgänge, Unterrichtszimmer, eine Kapelle und ein Festsaal wurden für den Jubiläumsabend beleuchtet. Das Lichtkonzept war Rahmen für Darbietungen, Leitsystem und Inszenierung zugleich. Kühle Farbtöne wechselten sich mit warmen Farben ab und setzten Künstler, wie auch das Gebäude in den Mittelpunkt. Die unterschiedlichen Farben schufen spannende Kontraste und eröffneten neue Blickwinkel.

Beim Jubiläumskonzert des Vorarlberger Landeskonservatoriums übernimmt neben der Musik das Licht die zentrale Rolle. Foto: Matthias Rhomberg