Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit

Mit dem Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit wurde Anfang Oktober in Innsbruck das Montforthaus Feldkirch vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ausgezeichnet.

Die Jury, unter Vorsitz des Vorarlberger Architekten Univ.Prof.Mag.arch DI Roland Gnaiger, würdigte „neben der klugen städtebaulichen Setzung, für die noch dazu kein neuer Baugrund erschlossen werden musste, das umfassende Nachhaltigkeitskonzept.“ Ähnliche Aufgaben würden in anderen Städten nicht annähernd so ambitioniert angegangen.

 

Dazu Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold: „Die Entscheidung, ein architektonisch hochwertiges Veranstaltungs- und Kongresszentrum mitten im Herzen von Feldkirch zu errichten und beim Bau auf Nachhaltigkeit und energietechnisch höchste Qualität zu setzen, wurde nun auch mit dem Staatspreis entsprechend gewürdigt. Die nachhaltige Ausrichtung des Hauses spiegelt sich nicht nur in der Architektur wider, auch beim Programm steht Nachhaltigkeit und Innovation im Vordergrund. Ein besonders erfolgreiches Beispiel dazu sind die Montforter Zwischentöne, welche als eines der zukunftsträchtigsten Musikfestivals gefeiert werden.“

Roland Gnaiger als Juryvorsitzende lobte in seiner Laudatio die konsequente Haltung beim Bau sowie die hohe inhaltliche Qualität des Betriebes.

„Mit dem nach den Gründervätern der Stadt, den Grafen von Montfort, benannten neuen Kultur- und Kongresszentrum leistete man sich eine Einrichtung, die in jeder Hinsicht auch in größeren Städten Furore machen könnte.“

Bewertungsschwerpunkte

Die hochkarätig besetzte Jury aus Fachexperten aus ganz Österreich und der Schweiz haben in einem mehrstufigen Verfahren (Vorprüfung, Jurysitzungen, Exkursion zu den nominierten Projekten) folgende Kriterien bewertet:

  • Architektonische Qualität
  • Standort, Verdichtung
  • Städtebau, Infrastrukturanbindung
  • Energietechnische Qualität und Nachhaltigkeit
  • Soziale Qualität
  • Wirtschaftlichkeit

76 Einreichungen gab es insgesamt. Alle Projekte wurden von einer international besetzten Jury bewertet. Elf Einreichungen schafften es ins „Finale“. Darunter auch das Montforthaus, das schlussendlich mit dem begehrten Staatspreis ausgezeichnet wurde.

Im Bild von links nach rechts:
Bundesminister Andrä Rupprechter, Gabor Mödlagl (Stadt Feldkirch), Edgar Eller (Geschäftsführer Montforthaus), Markus Mitiska (Mitiska-Wäger Architekten) und Prof. Roland Gnaiger.

Quelle:
BMLFUW/APA-Fotoservice

Fotograf/Fotografin:
Jan Hetfleisch