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Vom Loch zum Lift: Altes Hallenbad wird mit neuer Infrastruktur barrierefrei

Die Modernisierung des Alten Hallenbades trägt Früchte. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des poolbar-Festivals hat das Veranstaltungszentrum im Reichenfeld einen Lasten- und Personenaufzug sowie einen Keller mit etwa 200 Quadratmeter Staufläche bekommen. Eine große Verbesserung und Erleichterung für den Betrieb, von der alle Veranstaltungen profitieren.

Das Alte Hallenbad, lange Zeit von vielen vor allem mit dem poolbar-Festival in Verbindung gebracht, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Adresse für die Vorarlberger Kulturszene entwickelt. Von Vorträgen über Theaterproduktionen bis zum Poetry-Slam finden mittlerweile an mehr als 130 Tagen im Jahr Veranstaltungen und Probearbeiten im Haus statt, die von rund 40.000 Interessierten besucht werden. Um der gestiegenen Nutzung gerecht zu werden, hat die Stadt Feldkirch 2017 beschlossen, mit dem Bau eines Kellers sowie eines Lasten- und Personenliftes das Haus barrierefrei zu machen und die Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb zu schaffen. Ein Gespräch mit Michael Facchin, Leiter des Alten Hallenbades, über die Investition in die Zukunft.

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Im Alten Hallenbad finden seit 25 Jahren Veranstaltungen statt. Bisher hat das doch gut funktioniert, warum war diese Investition in die Infrastruktur dennoch notwendig?

Die Maßnahmen, die wir umgesetzt haben, waren schon lange im Gespräch. Mit dem Lift wird das Alte Hallenbad barrierefrei. Der Keller und der Lift bringen eine massive Erleichterung im Betrieb, die Abläufe werden effizienter und damit günstiger, weil wir nicht mehr auf die Außenlagerung angewiesen sind. Zudem gibt es jetzt viel mehr Raum für die Veranstaltungen selbst, da Material nicht mehr im Haus verteilt, sondern im Keller gelagert wird.

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 550.000 Euro. Was genau wurde damit umgesetzt?

Herzstück ist der Keller hinter dem Haus mit rund 200 Quadratmetern Lagerfläche sowie der 1,5 mal 3 Meter große Lasten- und Personenlift, der bis zu 2 Tonnen Nutzlast auf die drei Stockwerke bringt. Die Stadtwerke Feldkirch haben eine neue Zuleitung mit 400 Ampere zum Haus gelegt, so haben wir nun immer genügend »Saft« zur Verfügung. Die alte Leitung hatte nur 220 Ampere, damit sind wir in der Vergangenheit immer wieder an Grenzen gestoßen. Die Waldbühne verfügt nun über einen Strom- und Wasseranschluss, somit können wir also auch diese Fläche nutzen, zum Beispiel als Backstage-Bereich. Was noch aussteht, ist der neue Müllplatz und der neue Vorplatz.

Hat sich durch die Bauarbeiten das Erscheinungsbild im Reichenfeld verändert?

In der Bauphase war zwar ein großes Loch zu sehen, nach Abschluss der Arbeiten wird jedoch alles wieder eben und begrünt sein. Bis auf den Lift sieht es hinter dem Alten Hallenbad also genauso aus wie vorher. Für die Realisierung des Kellers mussten keine Bäume gefällt werden. Das Reichenfeld als Naherholungsraum bleibt also so, wie es die Feldkircher kennen.

Sind die Bauarbeiten nach Plan gelaufen?

Eine Überraschung war, als wir bei den Grabungsarbeiten entdeckt haben, dass das Haus unterfangen werden muss. Das hat zu ein paar Wochen zusätzlicher Bauzeit geführt. Ansonsten verliefen die Bauarbeiten, wie man es sich wünscht: genau nach Plan.

Veränderungen gab es nicht nur durch die Baumaßnahmen. Seit der Eröffnung des poolbar-Festivals heißt es im Alten Hallenbad »draußen rauchen«, richtig?

Das Rauchverbot war ein langjähriger Wunsch vieler Veranstalter und vieler Besucher. Bei der poolbar mit ihrem großen Außengelände wurde ja schon bisher vor allem draußen geraucht. Nun werden wir bei allen Veranstaltungen einen eigenen Raucherbereich vor dem Haus auszeichnen. So wie die neue Logistik eine Verbesserung der Infrastruktur ist, verbessert das Rauchverbot die Qualität der Veranstaltungen für die Besucher vor Ort.

www.draussenrauchen.at

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